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Bildergalerien / Berichte 2008




Polizeiseelsorgeseminar Hardehausen November 2008


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Polizeiseelsorgeseminar Hardehausen Oktober 2008


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Europaseminar Den Haag September 2008


Europaseminar der Katholischen Polizeiseelsorge im Erzbistum Paderborn
Vom neuen Werden eines alten Kontinents

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Den Haag, vom 22.09. bis zum 26.09.2008


Das diesjährige Europaseminar der Katholischen Polizeiseelsorge im Erzbistum Paderborn, führte uns teilnehmenden Polizeibeamte und Pensionäre nach Den Haag, dem Regierungszentrum der Niederlande und Sitz vieler europäischer sowie internationaler Institutionen.


Und so wurde unter der Leitung von Polizeipfarrer Msgr. Bender, dem Diözesanbeauftragten für die Polizeiseelsorge, zuerst der Internationale Strafgerichtshof (ICC – International Criminal Court) besucht. Sowohl ein Mitarbeiter des Gerichtes als auch ein Vertreter der Anklagebehörde beim ICC informierten uns über die Grundlagen, Struktur und Arbeit dieser Organisation; die sich zur Aufgabe gemacht hat, die schlimmsten Verbrechen von internationalem Interesse, namentlich Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen gerichtlich zu verfolgen. Der ICC ist eine eigenständige Organisation und gehört nicht direkt zu den Vereinten Nationen, sondern gründet auf den dem sog. Rom-Statut, dem bisher 108 Staaten beigetreten sind.

Darüber hinaus war es uns möglich, eine Sitzung des Sondergerichtshofes für Sierra Leone mitzuverfolgen, vor dem sich zurzeit u.a. Charles Taylor, der ehemalige Präsident von Liberia, z.B. wegen des Rekrutierens von Kindersoldaten, verantworten muss. Dieser Sondergerichtshof gehört, wie auch der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien, vor dem gerade gegen Radovan Karadzic verhandelt wird, organisatorisch nicht zum ICC, sondern es handelt sich um von den Vereinten Nationen mit einem speziellen Mandat ausgestattete Gerichte.

Ein weiterer herausragender Programmpunkt war der Besuch der Europol Zentrale, wo uns zum einen die Entstehungsgeschichte, Aufgabe und Funktion dieser Behörde veranschaulicht wurde und zum anderen die Bedeutung und Arbeit der nationalen Verbindungsbüros vorgestellt wurde. Lutz Kattge, der vom BKA als Verbindungsbeamter (Liaison Officer) hier nach Den Haag abgeordnet ist, gab uns einen Überblick über seine Tätigkeit, anhand einiger Sachverhalte, bei denen er selbst eingebunden war. Die Verbindungsbeamten sind keine Europol Mitarbeit, sondern bilden die Schnittstelle zwischen den 27 Mitgliedsstaaten von Europol. Es unterhalten noch 10 weiteren Ländern solche Büros auf dem Europol Gelände, z.B. die USA und Australien. Neben Interpol und bilateralen Vereinbarungen ist Europol mit den Verbindungsbüro eine weitere und in vielen Bereichen wohl der effizienteste Weg von grenzüberschreitender Zusammenarbeit in der Verbrechens- und Terrorismusbekämpfung auf europäischer Ebene.

Die zweite Hälfte der Seminarwoche waren wir dann Gast bei den Kollegen der niederländischen Polizei von Haaglanden (zuständige Polizeibehörde u.a. für Den Haag) und bei der niederländischen Polizeiakademie (dem Ausbildungsinstitut der niederländischen Polizei).

Ed Grothaards stellte uns das den Aufbau der niederländischen Polizei vor, mit seinen Unterschieden und Ähnlichkeiten zur Nordrhein-westfälischen Polizei. Wir konnten die Leitstelle (Meldkamer) besichtigen, die mit den Leiststellen von Feuerwehr und Rettungsdienst gekoppelt in einem Raum untergebracht ist und so die Zusammenarbeit optimiert. Die Technik ähnelt sehr den bei uns in Gebrauch befindlichen Systemen, wobei die Leistelle hier über GPS jederzeit über den Standort der Einsatzmittel informiert ist.

Ein aktuelles Thema der Polizei in den Niederlanden ist die Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen, die nach den Morden an Pim Fortuyn und Theo von Gogh rechtlich vereinfacht wurde und immer weiter ausgeweitet wird. Die Niederlande orientieren sich hier stark an Großbritannien. Wir sahen uns eine Überwachungszentrale an und wie Polizeieinsätze aufgrund eigener Feststellungen ausgelöst und abgearbeitet werden.

Da ein Teil unserer Teilnehmer selbst Lehrende beim LAFP sind, war der Besuch der Polizeiakademie der Niederlande natürlich von besonderem Interesse. Ron van der Linde stellte uns das niederländische Modell der Ausbildung vor, das im Jahre 2002 eine grundlegende Reform erfahren hat. Analoge zur allgemeinen Berufsausbildung, hat man hier ein 6 stufiges (6 Level) System, bei dem die Stufen 5 und 6 der Bachelor und Master Ausbildung entsprechen und damit dann, zumindest teilweise, auch den deutschen Abschlüssen vergleichbar sind. In der Ausbildung wird auch darauf Wert gelegt, dass die angehenden Polizisten Eindrücke von der Polizeiarbeit insbesondere im benachbarten europäischen Ausland bekommen. Dazu dienen Auslandspraktika z.B. bei der nordrhein-westfälischen Polizei.

Wir erfuhren jedoch nicht nur theoretisch von der niederländischen Polizeiausbildung, sondern Polizeistudenten, die sich im zweiten Ausbildungsjahr befinden, führten uns hautnah ihren polizeilichen Ausbildungsstand vor. Sie zeigten uns zwei unterschiedliche Festnahmesituationen, zunächst aus einem Pkw und dann aus einer Wohnung; wobei sie mit mehreren Teams vorgingen und eine gute Absprache untereinander erforderlich war. Danach demonstrierten dann noch zwei Kollegen auf ihren Dienstfahrrädern auf sehr gekonnte Art, wie man das Rad als Einsatzmittel und bei einer Festnahme auch als Hilfsmittel der körperlichen Gewalt einsetzen kann.

Neben diesen Programmpunkten bot Den Haag als Regierungssitz und kulturelles Zentrum der Niederlande ein breites Spektrum von Eindrücken und Erlebnissen für alle Seminarteilnehmer. Als Fazit der Reise bleibt festzuhalten, Europa wächst auch im Bereich der Inneren Sicherheit immer mehr zusammen und jeder Austausch, im Kleinen wie im Großen, ist wichtig und gut.

Andreas Michels, KPB Paderborn



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Bundesseminar Berlin Mai 2008


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Wanderwochenende Elkeringhausen Mai 2008


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Polizeiseelsorgeseminar Schwerte April 2008


Polizeifortbildungsseminar im April 2008 in Schwerte
Unter dem Thema:

„Der demografische Wandel – Ursachen und Auswirkungen auf Polizei, Gesellschaft und Kirche“

fand im April das diesjährige Fortbildungsseminar in der Kardinal Jäger Akademie in Schwerte statt.


Die mehr als 20 Teilnehmer ließen sich von kompetenten Referenten über das immer stärker in den Mittelpunkt rückende Thema Demografie informieren.

Am Montag referierte Polizeidirektor Thomas Kubera, Gütersloh, über die demografische Entwicklungen und die Konsequenzen für die Polizei.

Den gesamten Dienstag informierte uns Stephan Lüring von der Landvolkshochschule Hardehausen über den demografischen Wandel und seine Auswirkungen auf Werbung, Marketing, Werbung und Zielgruppenmanagement.

An konkreten Beispielen zeigte uns Stephan welchen Auswirkungen die Wirtschaft und die Gesellschaft welche Maßnahmen entgegenstellt.

Am Mittwoch hatten wir es mit einem alten Bekannten zu tun. Der pensionierte „Erwachsenenbilder“ Johannes Schwarzkopf aus Menden informieret und diskutierte gemeinsam mit den Teilnehmern über das Thema Demografischer Wandel in Deutschland – Schicksal, Chance, Risiko? Perspektiven der katholischen Sozial- und Gesellschaftslehre.

Abends begaben sich die ganz Unerschrockenen zusammen mit dem schwarz-gelben Fluglotsen auf Bundesligatour. In einem der letzten Fußballspiele unter Trainer Doll sahen wir ein wenig interessantes Bundesligaspiel mit einem gerechten Ergebnis.

Am Donnerstag begaben wir uns ganztägig zur Exkursion nach Wuppertal. Wie immer, allerdings wie die aktuelle Entwicklung zeigt, zum letzten Mal, ging es mit der dienstlichen Dauerfahrkarte in die Stadt an der Wupper.

Einer Besichtigung der Schwebebahn folgte der Besuch einer äußerst interessanten Gaststätte in einem ehemaligen Schwimmbad aus dem vergangenen Jahrhundert.

Abends gab es den bekannten geselligen Ausklang im Schwerter Keller.

Der abschließende Freitag war geprägt von einem Rückblick auf die vergangenen Tage, sowie einem Blick in die Zukunft der Polizeiseelsorge. Die noch anstehenden Termine in diesem Jahr wurden von Wolfgang Bender kurz angerissen.

Weiterhin bat er abschließend um die Treue der Teilnehmer zum Seminarort Schwerte.


Eine kurzweilige und interessante Seminarwoche ging mit dem Mittagessen zu Ende.