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Bildergalerien / Berichte 2012





Werkwoche, vom 10. bis 14. Dezember 2012, im Liborianum, in Paderborn.


(Anmerkung:
Neben dem 50jährigen Jubiläum der Polizeiseelsorge, möchte ich auf ein weiteres Jubiläum hinweisen. -
Das Liborianum ist ein ehemaliges Kapuzinerkloster.
Vor genau 400 Jahren, am 12. Dezember 1612, kamen die ersten beiden Kapuzinermönche in Paderborn an, ein besonderes Jubiläum.
Bis 1979 diente das Liborianum als Knabenseminar, wie ich mich erinnere, war einer unserer Kollegen, der vor Jahren Teilnehmer der Werkwoche war, Schüler dort).

Seminarleiter:
Polizeidekan Msgr. Wolfgang Bender

Referenten:
Prof. Dr. Carsten Dams, aus Duisburg, sowie Stephan Kreye, von der LVH Hardehausen.

Thema: Polizei und Gewalt -Gedanken zum ambivalenten Verhältnis- !

Prof. Dams begann die Themenwoche mit Grundlagenwissen über Staat und Gesellschaft, in Bezug auf das oben genannte Hauptthema. Im Rahmen unserer Berufausbildung war uns einerseits vieles bereits bekannt, andererseits diente alles Andere der Erkenntniserweiterung. Leider war der Professor etwas indisponiert und musste beim Sprechen technische Hilfe in Anspruch nehmen.
Letztendlich wurde noch einmal verdeutlicht, dass die wichtigste Aufgabe eines jeden Staates die Förderung und Sicherung des Allgemeinwohls ist. Bei demokratischen Regierungsformen ist dieses nur unter Berücksichtigung der Menschenrechte möglich, die mit Gerechtigkeit verbunden sind und mit sozialer Gerechtigkeit verbunden sein sollte.
Sinngemäß wurde noch einmal deutlich, dass ohne funktionierende Exekutive kein Staat existieren kann. Mit demokratischen Regierungsformen ist die Gewaltenteilung verbunden, eine Dreiteilung der Macht. Des weiteren wurde im Referat dann die Legitimation der Ausübung staatlicher Gewalt, bei den unterschiedlichen Regierungsformen, vorgetragen und diskutiert, die nach demokratischem Verständnis an Recht und Gesetz gebunden ist und verhältnismäßig sein muss.
Auch die ethisch-moralischen und christlichen Werte, in Bezug auf die Ausübung staatlicher Gewalt, wurden erörtert, angefangen beim Alten Testament, der Tora und weiter bei dem Koran, der Bibel, den Evangelien und bei den Römerbriefen des Paulus. Hier spätestens musste der zweite Referent, Stephan Kreye, feststellen, dass es nicht so einfach ist mit uns zu diskutieren. Es wurden wechselseitig recht unterschiedliche Argumente ausgetauscht, die nicht von jedem angenommen, aber am Ende toleriert wurden. Auf der Grundlage der katholischen Soziallehre konnten schließlich alle wieder eine gemeinsame Grundlage finden.
Mit dieser Kurzfassung erhebe ich keinen Anspruch auf vollständige Wiedergabe des Hauptthemas. –

Leider musste der uns vertraute „Altreferent“ und sehr beliebte „Ehrenkommissar“ Johannes Schwarzkopf absagen.
Aus Krankheitsgründen wird er auch künftig nicht mehr zur Verfügung stehen.
Schriftlich hat er sich daher von der Leitung der Polizeiseelsorge und deren Kursteilnehmern verabschiedet.
Wir werden ihn vermissen. -
Mit zunehmender Teilnehmerzahl, war fast die Begrenzungskapazität für diese Werkwoche erreicht. Einige Debütanten vervollständigten die altbekannte Truppe. Es sind Kollegen aus fast allen Bereichen Nordrhein Westfalens. Ich vermisse nur Teilnehmer aus Hagen oder dem EN-Kreis - schade. Das vertraute DU ist an der Tagesordnung. Stephanie Tuss war die einzige Kollegin in der Männergesellschaft, natürlich neben Annett de Kegel, die hier berufliches mit Nützlichem verbinden konnte. -

Das Oratorium im Hause wurde in dieser Zeit für eine Messe und zusätzlich für eine gemeinsame Meditationsrunde genutzt. Besonders erwähnen möchte ich in diesem Zusammenhang unseren Ministranten Wolfgang Michel, der unermüdlich gedient hat (auch wenn er noch müde war) und teilweise noch als Lektor aufgetreten ist. -

Des Abends berichteten die Kollegen Bernd Bauer und Markus Rüth über ihre Reisen nach Irland bzw. Island, mit eindruckvollen Lichtbildern. -

Für die Exkursion, am Donnerstag, hatte Manfred Mohning die Verantwortung übernommen.
Er stellte uns die Besonderheiten seiner Heimatstadt vor, gleich zu Beginn die Küchenmöbelfabrik Wellmann (ALNO). Weiter ging es zum Museum „MARTA Herford“, wo wir eine Führung durch das Museum für Gegenwartskunst erhielten.
„Manni“ - ein Dankeschön für den gelungenen Tag. –
Der Abschlussgottesdienst fand in der Kapuziner Kapelle statt.
Msgr. Wolfgang Bender fand bei seiner Predigt wie (fast) immer die passenden Worte und gab uns, mit dem Abschlusssegen, auch gleichzeitig die besten Wünsche für die kommenden Weihnachtstage und den Jahreswechsel mit auf den Weg. Diesen Wünschen schließe ich mich hiermit an und hoffe auf ein gemeinsames Wiedersehen im neuen Jahr.

HJ Paus W.



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Polizeiseelsorgeseminar Hardehausen November 2012


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Bundesseminar vom 20.05.2012 – 24.05.2012


Sonntag 20.05.2012

Das Seminar startete am Sonntagmorgen in der Unterkunft der Polizei Schloss Holte-Stukenbrock. Dank der Unterstützung durch das Polizeipräsidium Bielefeld konnte die Reise nach Hofheim im Taunus im landeseigenen Bus der Polizei des Landes NRW angetreten werden.

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Ohne Zwischenfälle erreichten wir am Sonntagmittag unser erstes Ziel, das Kloster Eberbach Eltville im Rheingau. Das Kloster Eberbach ist fast unbeschädigt durch die Jahrhunderte geblieben, so dass dort ein Teil der abendländischen Geschichte wieder lebendig wird. Die längste Zeit seines Bestehens war Kloster Eberbach eine Abtei des Zisterzienserordens und ist seit ca. 200 Jahren in weltlichem Besitz.

In einer Führung durch die Klosteranlage wurden die Besiedlung des Rheingaus und die bauliche Entwicklung des Klosters dargestellt. Bekannt wurde das Kloster durch den Spielfilm „Im Namen der Rose“, da hier einige Szenen gedreht wurden.



Montag 21.05.2012

Der Tag startete mit Unterstützung der Polizei und IPA der Stadt Mainz. Von ortskundigen Polizeibeamten wurde mit Besichtigungen von exponierten und geschichtsträchtigen Gebäuden die Stadt gezeigt und deren Entwicklung veranschaulicht. Bis heute noch nicht verwunden ist die Teilung der Stadt als Folge des Krieges. So wurden die rechtsrheinischen Stadtteile damals der Stadt Wiesbaden zugeschlagen. Daher rührt noch die Tatsache, dass Stadtteile von Wiesbaden in ihrer Ortsbezeichnung den Namen Mainz führen. Der bekannteste Wiesbadener Stadtteil dürfte Mainz-Kastel sein, das gegenüber dem Dom auf der rechten Rheinseite liegt.

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Neben Gutenberg, Dom und Karneval oder Fastnacht ist Mainz auch für die Chorfenster der Stephanskirche, die ab 1978 von Marc Chagall gestaltet wurden, bekannt. Chagall wollte damit einen Beitrag zur jüdisch-deutschen Aussöhnung leisten. Zu St. Stephan in Mainz kam er wegen seiner Freundschaft zu Monsignore Klaus Mayer. Bis zu seinem Tod 1985 schuf Chagall insgesamt neun Fenster für den vorderen Teil der Kirche, die in ihren verschiedenen leuchtenden Blautönen biblische Gestalten und Ereignisse darstellen.
Anschließend wurden wir vom ZDF in Mainz auf dem Lerchenberg empfangen. In einer unterhaltsamen und informativen Führung wurde uns der Hauptsitz des ZDF vorgestellt. Wir lernten kennen, wie die Nachrichtensendung „heute“ erstellt wird, welche Aufgaben ein Regisseur, der Kameramann und Beleuchter haben. Wir wurden in die Tiefen der Studiogestaltung und der Dekoration eingeführt. Technische Details von Kamera und Beleuchtung wurden anschaulich dargelegt. Zum Abschluss wurde der Fernsehgarten besichtigt.


Dienstag, 22.05.2012

Heute stand der ganztägige Besuch des Bundeskriminalamtes (BKA) an. Versteckt in einem Villenviertel war das BKA mit dem Bus schwer zu erreichen. Nach einem umfangreichen Sicherheitsscheck stand ein Team für uns bereit, das uns den ganzen Tag begleitete. Neben der Organisation- und Aufgabendarstellung waren Falschgeld und die Daktyloskopie Schwerpunkte des Informationsbesuches. Der Tag endete mit vielen neuen und/oder aufgefrischten Kenntnissen der Polizeiarbeit in ausgesuchten Kriminalitätsfeldern.


Mittwoch, 23.05.2012

Am Vormittag stand der Besuch der Börse an. Hier wurde in einem Vortrag die Stellung der Börse, ihre Organisation und Zweck erläutert und die Geschäftsfelder mit Daten und Statistiken belegt. Ernüchternd wirkte der Vortrag über den Handel, der überwiegend elektronisch abgewickelt wird. Der Handelssaal dient überwiegend nur der Abwicklung spezieller oder gezielt erteilter Order. Daneben dient er der Börse zur Repräsentation und als Kulisse für die verschiedenen Fernsehsendeanstalten.

archive Am Nachmittag hatten wir Gelegenheit den Frankfurter Dom zu besichtigen, in dem über 500 Jahre die deutschen Kaiser gewählt und gekrönt wurden, die dann anschließend in einem Triumphzug durch die Stadt zum Römer (Marktplatz) zogen. Wie für uns vorbereitet spielte gerade zur Besichtigungszeit eine Laienspielgruppe mit Kindergartenkindern dieses Ereignis aus den vergangenen Jahrhunderten nach. An historischer Stätte in der Wahlkapelle wurde dann ein Wortgottesdienst gehalten. Im Anschluss war uns wieder das Glück hold, da ein Vertreter des Domvereins anwesend war, der prompt eine Führung mit Darstellung historischer Fakten der jüngeren Geschichte (2. Weltkrieg) und der Kunstgegenstände machte.

archive Danach ging es weiter zur Hochschule RheinMain-University of Applied Sciences, die gerade wieder in den Stand einer Universität nach geltendem Landesrecht erhoben worden war. Damit ist sie die einzige Universität in Europa, die sich mit Weinanbau und der Entwicklung neuer Rebsorten befasst. Wein ist nur ein Schwerpunkt der wissenschaftlichen Tätigkeiten. Daneben werden Früchte, alte Obstsorten, Blumen und Gemüse zu Forschungszwecken nach wissenschaftlichen Standards angebaut. So z.B. werden Pflanzen in speziellen Vorrichtungen den Bedingungen der Luft im Jahre 2050 ausgesetzt, in der der Sauerstoff- und Stickstoffgehalt sich unter den Umwelteinflüssen von heute verändert hat.

Aber auch für die Nahrungssituation von heute wird geforscht. Es wird nach Säften gesucht, die u.U. Krebs vorbeugen können, Pflanzen biologisch gekreuzt, um größere Beträge bei der Ernte zu erzielen oder veränderten Umwelteinflüssen wie Trockenheit, Sturm usw. gerecht werden zu können.


Donnerstag, 24.05.2012

Nach interessanten Tagen voller Informationen und Erlebnissen traten wir am Donnerstag die Heimreise an. Wohlbehalten erreichten alle wieder den Ausgangspunkt der Seminarreise.